Ich bin ein elendsKind der Sonnenfinsternis

|~ Mein Körper, mein Ich, dient uns der spielerei des Schmerzes ~|

Der Benutzer ist innerlich ver-rückt
ver-rückte Gedanken,
Lebens.freude & Zerstörung


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Was ist Dissoziation ?




Kennen Sie Zustände, in denen Sie "wie weggetreten" sind, "gar nicht richtig da"? Vielleicht fühlen Sie sich ganz weit weg von ihrer Umgebung, wie in einem Film, der nichts mit Ihnen zu tun hat ? Oder weit weg von Menschen, mit denen Sie gerade noch in Kontakt waren ?
Oder leiden Sie vielleicht unter Gedächtnislücken ?
Wissen immer mal wieder nicht, was eigentlich in den letzten Minuten, Stunden oder Tagen vor sich gegangen ist ?
All das sind Merkmale dissoziativen Verhaltens und, wenn es häufig vorkommt, einer dissoziativen Störung.


Dissoziation bedeutet Abspaltung, im Gegensatz zu Assoziation. Das bedeutet Verbindung, Verknüpfung.

Was wird denn dabei abgespalten ?

Die Dissoziation oder Abspaltung kann unterschiedliche Bewusstseinsbereiche betreffen :

--> die Erinnerung. Dann spricht man von Amnesie (Erinnerungs- oder Gedächtnisverlust).

Betroffen können sein z.B. biographische Erinnerungen aber auch Alltagserinnerungen. Es kann sein, dass Betroffene nicht mehr wissen, was sie in den letzten Stunden gemacht haben, wo sie waren, wer dabei war usw.


--> die Selbstwahrnehmung. Dann spricht man von Depersonalisation.

Das kann bedeuten, sich selbst oder einzelne Körperteile als fremd wahrzunehmen oder gar nicht mehr zu spüren. Kann bedeuten "neben sich zu stehen", "Schmerzlosigkeit", aber auch "Leblosigkeit", oder das Gefühl, "aus dem Körper herauszutreten".


--> die Fremdwahrnehmung, d.h. die Wahrnehmung der Umgebung oder anderer menschen. Dann spricht man von Derealisation.

Die Umgebung ist wie in einem Film, "weit weg", wie unter einer "Käseglocke"; vielleicht hören oder sehen Sie die Umgebung nicht mehr (richtig), obwohl Sie keinen Seh- oder Hörfehler haben.



--> Die eigene Identität. Es kann zur Identitätsverwirrung bis hin zur Identitätsänderung kommen.

Unterschiedliche Persönlichkeitszustände können vorübergehend die Kontrolle über den Körper, den Willen, das Handeln und Empfinden übernehmen. Das istoft verbunden mit einer Amnesie.




Jeder Mensch besitzt die Fähigkeit zur Dissoziation und jeder Mensch kennt leichte Formen der "Alltagsdissoziation":

* "Alltagstrance" beim Autofahren oder dem immer gleichen Weg in die Schule oder zur Arbeit.

* Tagträumereien

* "Ausschalten" der Umgebung beim Lesen, Fernsehen, Computer spielen etc.

* einen Moment der Desorientierung kurz vor dem Einschlafen oder nach dem Aufwachen.

* In Stress-Situationen, in denen man äußerlich gut funktioniert, sich selbst aber kaum spürt.




Traumatisierte Menschen dissoziieren häufoger und intensiver als nicht traumatisierte.

Die Fähigkeit zur Dissoziation ist eine wichtige Überlebenssrategie und ist für Menschen in einer traumatischen Situation vielleicht die einzige Möglichkeit, "es" auszuhalten und zu überleben.
Dissoziation ist eine Notfallreaktion, wie ein Erstarren und "inneres Abschalten" im Moment von Hilflosigkeit und Angst, wenn Kampf und Flucht nicht möglich ist.

Auslöser dissoziativer Zustände
Ein auslöser oder sogenannter "Trigger" kann alles sein, was in irgendeiner Weise Erinnerungen an vorausgegangene Traumata hervorruft. Das können ganz alltägliche Dinge sein wie Gerüchte, Farben, Formen, Geräusche, Berührungen. Oder auch Körpergefühle wie Herzklopfen, Schwitzen, ein gefühl im Bauch. Meist ist der Zusammenhang nicht bewusst. Eine konkrete Erinnerung kann auch völlig fehlen. Ein unbestimmtes Gefühl von Angst und Stress kann Dissoziation auslösen.
Je mehr Stress umso mehr Dissoziation !


Wann wird Dissoziation zum Problem ?
Die Fähigkeit zur Dissoziation wird dann zum Problem oder zur "Störung", wenn sie nicht mehr kontrollierbar und steuerbar ist. Dann kann Dissoziation "dysfunktional" werden, weil es den geschickten Umgang mit den Anforderungen des Lebens behindert.


* Wenn wir uns z.B. in der Stadt bewegen und unsere Umgebung gar nicht mehr richtig wahrnehmen, nicht mehr auf den Verkehr achten, bei Rot über die Ampel laufen, vor das nächste Auto laufen..

* Wenn wir mitten im Gespräch mit Freunden plötzlich innerlich aus dem Kontakt treten, mit Tunnelblick vor uns hinstarren, gar nicht mehr zuhören, nicht mehr antworten.

* Wenn wir unseren Körper oder Körperteile nicht mehr spüren können, wie taub sind und nur noch durch heftigste Reize wie Schmerzen oder eine Selbstverletzung diesen Zustand wieder verlassen können.

* Wenn wir in einer bedrohlichen Situation wie gelähmt erstarren anstatt wegzulaufen, zu kämpfen oder um Hilfe zu schreien.






Dissoziationsstopp

Welche Möglichkeiten gibt es, einen störenden dissoziativen Zustand zu unterbrechen ?
Alles ist möglich und gut, was den Bezug zur Realität wieder herstellt, hilft, innere Spannung abzubauen und keinen körperlichen Schaden zufügt !
Oft sind sehr deutliche bis heftige Reize nötig, einen dissoziativen Zustand zu beendigen. Häufig sind auch verschiedene Bewältigungsmöglichkeiten nacheinander erforderlich, weil einer alleine nicht reicht.



Sich in die Realität zurückholen, in der Realität orientieren
mit Hilfe unserer 5 Sinne und unseres Bewusstseins !




Reorientierung in der Umgebung

Mit unseren Augen können wir uns in der Umgebung orientieren.
Wenn es dunkel ist, Licht machen ! Mit den augen umherschauen.
Bewusst wahrnehmen, wo wir sind, an welchem Ort, was wir sehen (fünf Dinge im Geiste benennen, die wir sehen). Wenn es uns nicht mehr einfällt, welche Zeit es ist, auf einen Kalender, auf eine Uhr gucken und Datum, Uhrzeit und Situation in unser Bewusstsein zurückholen.

Mit den Ohren bewusst die Geräusche unserer Umgebung wahrnehmen, die Uhr- die tickt, den Vogel- der zwitschert, die Stimme des Gegenübers... Wenn ganz viele Geräusche überflutend und beängstigend wirken, auf ein bestimmtes Geräusch konzentrieren. Durch lautes - selbstgemachtes - Geräusch "zurückholen" :
*Knackfrosch *Lieblingsmusik über Walkman *Quietsche-Entchen *schrille Klingel oder Glocke

Mit unserer Nase bewusst Gerüche wahrnehmen. Hilfreich können starke, beißende, scharfe oder auch sehr angenehme Gerüche sein.
*Salmiakgeist *Eukalyptus *Tigerbalsam *Lieblingsparfum ...

Mit unserem Mund und unserer Zunge bewusst Geschmack und reize wahrnehmen. Auch hierbei kann intensiver, kräftiger auch scharfer, beißender Geschmack hilfreich sein :
*Zitronensaft *Chilischote kauen *Eiswürfel in den Mund nehmen *Brausetablette im Mund zergehen lassen *Lieblingsbonbon lutschen *Kaugummi kauen

Durch unseren Tastsinn und unser Körpergefühl reorientieren :
*sich bewegen : Hände, Füßebewegen; aufstehen und den Ort wechseln; in die Hände klatschen;
*körperlich anstrengen: Kniebeugen; mit den Füßen aufstampfen; auf die Zehenspitzen stellen, 100mal auf und nieder wippen; joggen; walken; schnell gehen; Treppen steigen; sit ups machen; Ergometer fahren.
*intensive Körperreize: kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen; Eiswürfel in den Nacken, auf den Puls; eingepackten Kühl-Akku auf Stirn, Puls oder Nacken; Igelball kneten; abklopfen.
*Schmerzreize, die nicht schaden: mit Gummiband am Handgelenk oder Ellenbogen flitschen; Kieselsteine in die Schuhe legen; mit nackten Füßen über eine Holzrolle gehen.

Was sonst noch hilft:
* Freundin anrufen
* mit (Nacht-) Schwester reden (über Alltagskram)
* Power-Atmung
* starke Konzentration und Ablenkung : Jonglieren, Wutball an die Wand werfen und mal links, mal rechts auffangen, von 100 immer 7 abziehen .....







06. September 2009





© blutenderEngel



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