Ich bin ein elendsKind der Sonnenfinsternis

|~ Mein Körper, mein Ich, dient uns der spielerei des Schmerzes ~|

Der Benutzer ist innerlich ver-rückt
ver-rückte Gedanken,
Lebens.freude & Zerstörung


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Ein kleiner Einschnitt von meinem bisherigen Leben




Wo soll ich anfangen ?
Das ist auch meine Frage....
Als ich 11 wurde, fing das alles, so glaube ich heute, an. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt das erste mal Sterben.
Ich wuchs eigentlich in einem sehr behüteten Haus & Familie auf.
Als ich 6 Jahre alt war, heiratete meine Mam das zweite mal. Ich bekam einen Stiefvater.
Meinen leiblichen Vater, kenne ich kaum. Er tat meiner Mam damals sehr weh, dafür hasse ich ihn. Ich kann ihn auch nur Erzeuger nennen, denn mit ihm kann ich keine Vater – Tochter Beziehung aufbauen, dafür sitzt der Hass zu tief. Ich freue mich schon richtig, wenn er unter der Erde liegt. Ich werde am Grab stehen und lachen.

Als ich 11 wurde, war Anfangs auch noch alles in Ordnung. Es fing erst alles später an. Ich hatte nie richtige Freunde, war immer ein Außenseiter. Und wenn ich dann mal welche hatte, hatte ich Sie nicht lange, manchmal wusste ich nicht warum. Ich fraß Probleme in mich hinein statt Sie auszusprechen.
Als ich an einem Sommertag mit einer Freundin (sie war die Tochter, von der damaligen Besten Freundin, meiner Mam) auf dem Sportplatz, unserer Sportanlage spielte, geschah uns dort etwas, worüber wir anfangs schwiegen.
Dort gab es im Sommer immer diese großen dicken Matten, die es im Sportunterricht immer gab, wenn man mit dem Trampolin gearbeitet hatte.
Sie lagen draußen auf dem Rasen, dort wo die Jungs immer Fußball spielten.
Ich war als Kind immer verrückt nach Saltos machen. Meine Freundin und ich amüsierten uns dort immer Stunden. Zogen unsere Schuhe und Socken aus, und machten um die Wette Luftsprünge.......Saltos.......
Irgendwann kam ein Mann der uns zu schaute, er gab uns Komplimente, wie toll wir das doch machen...... Als Kind ist man ziemlich naiv, und wenn man kaum Komplimente bekam, sei es Zuhause oder von Freunden, die man ja nicht richtig hatte, beeindruckt es einem kleinen Mädchen umso mehr. Es war kein Deutscher Mann, nein es war ein Ausländer, irgendein Kurde oder so was in die Richtung. Konnte auf jeden fall nicht viel Deutsch.
Nach mehreren Saltos, waren wir kaputt und ausgelaugt. Wir setzten uns auf diese Matten, um uns auszuruhen.
Der Mann wollte aber nicht gehen.
Er lockte uns mit einem Bananen Corny – Riegel, zu sich.
Wir wussten zwar, das wir nichts von fremden Männern annehmen sollten, aber wir waren klein und naiv.
Nicht alle Kinder sind so, aber wir dachten auch nach langem hin und her überlegen, nehmen wir diesen Riegel, der sooo lecker aussah jetzt an, oder nicht ?!
Dieser Mann ist doch so nett, der tut uns doch nix. Die Riegel waren auch nagelneu verpackt, also ist sicherlich auch nix an den Riegeln dran, oder drin.
Wir hatten schon viel nachgedacht, aber im nachhinein ihn doch angenommen.
Wir bedankten uns freundlich und setzten uns auf den Rasen. Mit dem Rücken an die Matratzen gelehnt. Meine Freundin und ich dachten, dieser Mann würde nun gehen, aber da hatten wir uns geirrt. Er kam auf uns zu, setzte sich zwischen uns in die Mitte von uns beiden, ebenfalls auf den Rasen.
Es war am helllichten Tag, später Nachmittag. Der Sportplatz wurde nur von uns besucht. Die Sonne strahlte, es war heiß.
Neben dem Sportplatz, war noch ein halb so großer Rasen – Fußballplatz. Zu diesem Zeitpunkt auch von mehreren Jungs gut besucht. Um in zwei Mannschaften Fußball zu spielen. Ausgerechnet 100 Meter von uns Mädels entfernt.
Wir saßen da also nun zu dritt auf dem Boden, zwischen uns dieser fremde Mann. Und wir hatten Angst.
Am helllichten Tage hatte uns dieser Mann sexuell berührt. Wir waren stumm, sagten nix. Wir trauten uns noch nicht mal zu schreien.
Als vielleicht 10 Minuten vergangen sind, meinten wir, wir müssten nach hause, es sei schon spät. Wir standen einfach auf, hofften das nicht mehr passiert.
Wir wollten rüber zu dem anderen kleinen Sportplatz laufen, weil der Bruder meiner Freundin dort gerade war. Wir dachten, vielleicht könne er uns helfen, doch da wir nicht wussten was wir ihm nun genau erzählen sollten, sagten wir nur als wir dort ankamen: “Da ist ein Mann der uns die ganze Zeit beobachtet“. Als dann Ricardo, so hieß ihr Bruder, uns so richtig wahr nahm, guckte er in die besagte Richtung zu der Matratze. Doch er sah nix, er meinte dann zu uns: „Da ist niemand mehr, bleibt aber am besten hier“.
Gegenseitig versprachen wir uns nun, das wir es nicht daheim erzählten.
Wir hatten Angst...
Ich glaube ich hatte nun mehr Angst, Ärger dafür zu bekommen, das ich diesen Corny – Riegel einfach annahm, obwohl man mir immer sagte, das man von einem fremden Mann nix an nimmt.

Ich war zwar immer drauf und dran es daheim zu erzählen, denn ich konnte ja auch immer zu meinen Eltern kommen, wenn was sei. Doch ich tat es nicht.
Ich verdrängte einfach.
Nach mehreren Wochen, als meine Mam abends weg wollte, erzählte sie irgendwas davon, das Tina, so hieß meine Freundin, daheim das Geheimniss wohl erzählt haben soll. Sie brachte mich aber nicht damit in Verbindung. Ich fragte Sie dann einfach, ob man diesen Mann nach ein paar Wochen noch anzeigen könnte ?
Doch Sie meinte, das dass schlecht sei, so ganz ohne Beweise, außerdem sei ja nix ernstes/schlimmes vorgefallen. Damit war das Thema für mich erledigt.
Immer wenn ich dann diesem Mann in der Stadt über dem Weg lief grüßte er mich, ich dagegen hatte Angst und distanzierte mich immer sehr von ihm...Straßenwechsel.... und so tuhen ob ich diesen Mann nicht kenne.

Mit ende meines 11 Lebensjahres lernte ich dann in der neuen Schule, die Orientierungs-Stufe ein neues Mädel kennen, Sie war gerade erst hier her gezogen und kam in unsere Klasse. Sie hieß Patricia, sie war Cool drauf, wir freundeten uns an, und verbrachten in der Freizeit viel zeit miteinander.
Ihre Eltern waren so wie meine, auch geschieden. Ihre Mam hatte auch einen neuen Freund, also so wie bei mir, einen Stiefvater. Patricia, kam selten mit ihrem Stiefvater gut aus. Ihren leiblichen Vater dagegen himmelte Sie an, er holte sie auch ab und an ab. Sie verbrachten auch eine schöne Zeit miteinander. Unternahmen viel, so eine richtig gute Vater und Tochter Beziehung.
Ich wurde Neidisch, denn meinen Vater kannte ich zu diesem Zeitraum kaum. Er besuchte mich nicht oder bezahlte jemals ein Pfennig Kindergeld.
Ab dem Zeitraum als ich Patricia kennen lernte, fing auch der Stress daheim an. Ich streitete mich viel mit meinen Eltern.
Es kam zu dem Zeitpunkt wo ich das erste mal sterben wollte.
Fleißig sammelte ich immer Tabletten, meist harmlose dazwischen, und auch viel zu wenig um damit sterben zu können. Aber das wusste ich damals ja noch nicht genau. Ich schluckte Sie immer wenn ich Streit mit meiner Mam hatte, oder ihr wieder unbewusst wehgetan hatte, was ich gar nicht wollte, aber eben tat.
Danach war mir immer schwindelig, ich legte mich schlafen und wünschte mir am nächsten Morgen nicht mehr aufzuwachen.

Aber ich wachte immer wieder auf. War dann auch meist froh darüber.
Meine Eltern und ich schwiegen uns dann immer erst eine Zeitlang an und das tat schon immer ziemlich weh. Dann haben Sie sich auch immer vermehrt um meine kleine Schwester gekümmert. Ich fühlte mich dann immer ausgegrenzt. Was nicht so war, aber wenn man klein ist, redet man es sich schnell ein.

Das Tabletten sammeln habe ich dann immer bei behalten, gemerkt hatte es nie einer. Entweder aus dem eigenen Medikamenten Schrank oder bei Bekannten, Freunden, oder Verwandten.
Keiner merkte was.
Was mich verdammt stolz machte, wie ich sie täuschen konnte.
Außen immer Fröhlich, drinnen meist Traurig.
Ich hatte zwei Gesichter.
Eine Maske die man sich einfach aufsetzt.
Eine Mauer die immer höher wurde...

Mit 15 war es dann schon so weit das ich, diesen ganzen Druck und Stress nicht mehr aushielt.
Ich hatte immer eine sehr hohe Anspannung.. wusste nicht wie ich die wieder los werden sollte. Ich interessierte mich für die Richtung Trance....Techno.... hörte viel diese Musik, zog mich in eine Virtuelle Welt zurück, schrieb Gedichte.
Ich wusste immer, das irgendwas nicht mit mir stimmte. Ich weiß nicht warum, aber dieses Gefühl war in mir drin.

Irgendwann gab es dann einen heftigen Streit mit meiner Mam, als ich mir dann auch noch anhören sollte, wie Sie zu mir meinte, „Dann hol mir doch einen Strick und ich häng mich auf“, waren die Nerven mit mir am Ende. Ich ging ins Zimmer holte mir eine kleine nicht durch sichtbare kleine Kerzen – Schale, schnappte mir den gelben Sack und ging nach draußen. Hinter dem Schuppen, wo wir diese Müllbeutel lagerten, schmiss ich die Schale auf den Boden, wo Sie an einem Stein zerbrach, griff nach einem spitzen Stück und setzte an. Ich ritzte und ritzte, damit das Blut floss und mein Hass auf mich selber und meiner Mam dahin ging. Ich fühlte mich so erleichtert. Der Druck ließ nach, aber die Verwirrung blieb.
Was ich da tat, war mir egal. Man denkt nicht nach, man ist wie in Trance. Es sind auch keine Schmerzen, Nein es ist eine Erleichterung meiner Seele.
Schnell sammelte ich die Scherben auf, steckte mir welche in die Hosentasche. Die restlichen vergrub ich.

So nach und nach, kam meine Mam dann, Sie fragte was ich solange hier täte, ich meinte den Müll runterbringen und Luft schnappen. Sie meinte, lass uns wieder nach oben gehen und in Ruhe reden.
Meine Narben versteckte ich unter meinem Pullover. Meine ersten Narben.
Wie noch viele male danach auch.

Es gab im Grunde genommen nur noch Streit und Stress daheim, dann bekam ich Lust auf's klauen....ich klaute erst kleine Dinge..... so wie ein Lutscher, doch irgendwann reichte mir der Kick nicht mehr, ich klaute mehr und mehr. Entwickelte immer wieder Theorien, wie es denn klappen könnte. Und meist auch geklappt hatte. Ich klaute aber meist nur Lebensmittel, die ich daheim in meinen Schränken versteckte und immer genüsslich oder im Rausche der Spannung vertilgte.

Wenn ich mich selbstverletzte, goss ich mir meist auch Kerzenwachs darüber, es wurde zu einem Richtigen Ritual.

Ich redete kaum, meist schwieg ich, wenn was war. In der Schule war ich meist schlecht, dennoch schaffte ich jede Klasse ohne sie wiederholen zu müssen. Hausaufgaben interessierten mich irgendwann nicht mehr.
Ich machte sie meist dann in der Schule, indem ich sie von anderen ab schrieb. Selten, machte ich sie dann noch mitten in der Nacht. Daheim hatte ich meist ausreden, das ich sie schon in der Schule gemacht hätte, oder das wir keine auf haben. Immer klappte das allerdings nicht.
Bald erzählte ich auch nicht mehr, wann wir arbeiten in der Schule schreiben, geht meine Eltern doch nix an, dachte ich mir immer.
Ich brachte meistens Zensuren zwischen 2, 3, 4, oder 5 nach Hause.
Ärger bekam ich meist nicht, nur das ich das nächste mal mehr üben sollte.
Die Schule beendete ich mit dem Hauptschulabschluss !!!

Ab und an hatte ich dann auch meine mehrere Wochen Hausverbot. Was manchmal schon zur Routine wurde. Es war ätzend das ich Außenseiterin war, na ja in der Schule interessierten sich schon welche für mich, aber wenn ich dann daheim war, wollten wenige mit mir am Nachmittag was unternehmen.

Dann kam der Zeitpunkt wo ich beim klauen erwischt worden bin. Ein Jahr lang hatte es geklappt, ich klaute zu dem Zeitpunkt dann auch Sachen die man auf einem Flohmarkt wieder gut verkaufen konnte. Meist Kinder Spielzeug, das kam immer gut.

Es war der Horror, das erste mal mit der Polizei nach hause fahren, meine Eltern auf der Arbeit anrufen, neben mir der Polizist.
Meine Eltern kamen, bestätigten das ich deren Tochter sei. Und ich dort wohne......
Ich wurde eine Woche aus dem Leben meiner Familie ausgegrenzt, das schlimmste was es für mich gab. Ich gehörte eine Woche nicht dazu.
Eine Woche die ich im Zimmer bleiben musste, ausgenommen waren Klo/Dusche und Schulgänge.
Ich hatte meinen TV, der aber die Programme verlor.
Ich hatte da aber noch meinen Video – Rekorder wo ich mir heimlich Filme anschaute, bis zu dem Tag, wo mein Stiefvater überrascht ins Zimmer trat.
Geschrei, eine Ohrfeige und schon war der auch verschwunden.......der Rekorder.......
Ich verletzte mich auch wieder vermehrt. Meist am Bein, weil ich Hosen trug.
Niemand konnte somit meine Narben sehen.
Selbst das Essen wurde mir ins Zimmer gebracht.......Luxus....*ironie

Meine kleine Schwester, verstand die Welt nicht mehr, wollte immer mit mir spielen, was sie aber nicht durfte. Ich hing sehr an ihr, was ich heute auch noch tuhe.
Ich Liebe aber auch noch meine Eltern, sie sind nicht unbedingt schuld, das ich so geworden bin, wie ich bin.
Nein, ich gebe ihnen keine Schuld...!!!

Mit 16 fing ich dann eine Ess-Störung an.
Ich war das zweite mal richtig doll verliebt, er war schon 18 oder 19. War im Karate Kursus meines Stiefvaters.
Er ließ mich natürlich abblitzen, damals bezog ich das auf mein Gewicht, ich war noch nie Schlank gewesen, wog bei einer Größe von 1,75 m 78kg.
Es gab da mal eine Situation, wo meine Mam an einem Tag zuviel gegessen hatte, so das sie zu späterer Stunde auf's Klo ging und sich den Finger in den Hals steckte damit es wieder raus kam. Es war eine einmalige Situation bei meiner Mam gewesen.

Ich bin der Mensch, der wenn es ihm schlecht geht, dann meist Frustessen macht als gar nix zu essen. Es kam dann so ein Tag, wo mich dann meine zweite große Liebe abblitzen ließ. Ich schob es wie erwähnt auf mein Gewicht. Ich fing an eine Diät zu machen, einen Crash Kurs.
Nach ein paar Tagen, gab es dann schon was auf der Waage zu sehen, ich nahm ab. Irgendwann wurde der Druck und die Gier was zu Essen so groß, das ich schwach wurde und meinen ersten Heiß – Hunger – Anfall hatte.
Ich stopfte wild einiges in mich hinein, danach war mir natürlich so kotzübel, das ich mich auf dem Klo das erste mal übergab. (Selbsterzeugtes Erbrechen – Finger in den Hals)
Nach und nach stellte es sich automatisch bei mir ein, wenn ich mittags essen musste, erbrach ich es etwas später wieder auf dem Klo.
Ich erbrach, und erbrach, hatte dann aber auch meine Phasen wo ich es schaffte nicht ans Essen zu denken. Also nicht zu erbrechen.
Es merkte nie jemand was davon, meist ging ich mein Essen für meinen Anfall selbst einkaufen. Bunkerte es wie immer in meinem Zimmer und verschlang diese Sachen dann nachts. Wenn alle schliefen. Entweder in einem Eimer, um es dann zur Toilette zu bringen. Oder in Tüten.......die ich dann auf dem Weg zur Schule in Mülleimer in der Stadt weg schmiss.

Mittlerweilen war es daheim kaum auszuhalten, meist nur Streit mit meiner Mam, mein Vater mischte sich da nicht ein. Und wenn doch, dann beschimpfte er mich arg, krasse Schimpfwörter kamen aus seinem Mund. Von meiner Mam dann ab und an noch ne kleine Prügel.

Ich will aber nicht sagen, das ich eine beschissene Kindheit hatte, Nein, es gab auch schöne Momente. Viel Spaß und viel Lachen. Meine Eltern sind schon irgendwie ganz Cool drauf. Aber das kann ich auch jetzt erst so richtig sagen.

Mit 17 bin ich dann das erste mal von daheim abgehauen, ich hab es einfach nicht mehr ausgehalten. Da ich damals dann einen älteren Freund hatte, packte ich meine Klamotten zusammen und fuhr zu ihm. Da seine Eltern gegen Abend für zwei Wochen nach Italien fuhren, musste ich mich bis dahin in einem Wald verstecken. Begeistert war ich nicht, aber ich wollte auf gar keinen Fall wieder nach Hause.
Zwei Wochen verbrachte ich dann bei ihm, meine Eltern wussten derweilen auch wo ich war. Suchten mich aber nicht, oder ließen mich mit Polizei suchen, denen war es egal.
Ab und an fuhr ich dann mit dem Bus, in die Schule. Machte meiner Lehrerin aber klar, das ich die Schule abbrechen wollte. Ich war zu diesem Zeitpunkt auf der zwei-jährigen Sozialpflege Schule gewesen.
Wovon, sie es aber schaffte, mich von dem Gedanken wieder ab zu bringen.
Ab und an tauchte ich dann mal in der Schule auf und dann wieder nicht.

In dieser Beziehung, zu meinem damaligen Ex, er war 24 & ich halt 17, wurde es nach einiger Zeit unerträglich. Er sperrte mich daheim ein. Ich saß wie in einem Goldenen Käfig. Ich durfte keine Telefonate führen, musste warten bis er von der Arbeit kommt. Geschlagen oder sonstiges hat er mich aber nicht. Er war an sich eigentlich ein ganz lieber Kerl, zwang mich auch nicht zum Sex. Hatten eigentlich nur Petting.
Irgendwie war ich aber durch sein Verhalten mir gegenüber noch nicht soweit mich fest zu binden, ich betrog ihn.
Was aber auch raus kam. Ich schwor, das ich das nie wieder tun würde, es fiel mir aber sehr schwer.
Dann kam der Tag wo ich meine Klamotten packte und wieder nach Hause fuhr. Meine Eltern waren zwar nicht begeistert, aber da ich 3 Tage später eine eigene Wohnung haben sollte, wurden diese 3 Tage auch irgendwie um die Runden gebracht.

Mein Auszug war die Hölle auf Erden, ich fragte meinem damaligen besten Freund, ob er mir helfen würde, weil ich ansonsten ganz alleine da gestanden hätte. Mein Vater, räumte meine Sachen nur auf einen Anhänger, fuhr diese 3 Straßen weiter in das Haus wo ich ganz oben im zweiten Stock wohnte. Er stellte die Sachen im Erdgeschoss ab und fuhr wieder fort. Zusammen schleppten wir ganze Schränke, Möbel und meine sonstigen Dinge in den zweiten Stock.
Meine Mam war nur am heulen, doch ich war froh, das es endlich vorbei war. Endlich meine eigene Bude.

Kurz vor meinem 18 Geburtstag, begann ich eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin.

Zu meinem Ex Thorsten (24), beendete ich die Beziehung. Er war nur noch anhänglich geworden außerdem wollte ich die Beziehung zu meinem neuen Freund (Joachim-20), mit dem ich ihn betrogen hatte aufrecht erhalten.
Doch das war ein ganz großer Fehler gewesen.
Ein paar Wochen später, hatte er das Wochenende bei mir verbracht, mit ihm hatte ich an diesem Wochenende mein erstes mal, was absolut scheiße war.

Kurz darauf besuchte ich ihn mal in der Kaserne wo er als Koch arbeitete. Er war irgendwie scheiße drauf, wich mir aus und freute sich überhaupt nicht, das ich da sei.
Als er einfach Aufstand um sich in einen anderen Raum zu begeben, folgte ich ihm.
Er saß auf einem Tisch, lächelte mich an und meinte komm her.
Auf einmal war er stinkend freundlich, er küsste mich.
Danach Vergewaltigte er mich.
Normalerweise ist es eine Vergewaltigung aber ich sehe es ganz oft auch als keine an.
Denn wir hatten einvernehmlich Sex, aber als ich Schmerzen hatte, hörte er einfach nicht auf, als ich ihm das gesagt hatte.
Stattdessen meinte er zu mir..:"für Gefühle habe ich jetzt keine Zeit".
Nach dem Satz, liess ich es über mich ergehen und wehrte mich nicht mehr.
Als ich mich wieder an zog, blutete ich im Intimbereich.

Ist das nun eine Vergewaltigung gewesen oder nicht ?!?
Ich weiß es nicht.
Ich finde, ich bin Schuldig.

Ich zog mich dann schnell an, verliess die Kaserne und lief total durcheinander zum Bahnhof. Auf dem Weg dorthin, fand ich eine verdreckte Flasche, ich hatte nur noch einen Gedanken und diesen setzte ich in die Tat um.
Ich lief hinter einen alten Schuppen, zerbrach die Flasche und setzte an meinen Arm an.. Ich ritzte und ritzte.
Das Blut lief mich förmlich den Arm herunter.
Leider hatte ich an dem Tag eine weiße Bluse an, es war Sommer gewesen.. also verdeckte ich irgendwie die Blutigen Narben, lief zum Bahnhof, stieg schnell in den Bus ein, zeigte dem meine Karte und dann versteckte ich mich ganz hinten auf den letzten Sitzplatz.

Ich zeigte ihn nicht an, vergaß und verdrängte ließ es über die Selbstverletzung wieder raus.

Ich machte Schluss.


Dann freundete ich mich mit falschen Freunden an, wo ich Drogen ausprobierte, obwohl ich immer dagegen war. Ich nahm Extasie und probierte einmal Kokain aus.
Ein Jahr ging das so.
Von heut auf morgen, machte ich den Absprung.

Mit 18 war ich dann das erste mal in der Psychatrie.
Ganze 3 Monate.
Bei mir wurden Depressionen und Eß - Störungen festgestellt. Nebenbei nahm ich in der Klinik innerhalb eines Monats noch 18kg ab. Von 87kg, wog ich als ich Entlassen wurde nur noch 60kg.

Zu diesem Zeitpunkt, erfuhr ich auch das mein Hausarzt bei mir Borderline diagnostizierte.
Da ich damit nichts anfangen konnte, interessierte ich mich dafür nicht. Es stand zwar immer auf diesen Zetteln, die ich bekam, aber wie erwähnt, interessierte es mich nicht.

Kurz darauf hatte ich dann meinen ersten richtigen Selbstmordversuch.
Ich wurde von der städtischen Klinik direkt in eine Nerven Anstalt überwiesen. Die noch immer der absolute Horror ist.
Man geht krank rein und kommt abhänigig wieder raus.
Ich war total verzweifelt.
Ich rief meinen Vater an und fragte ihn ob er mich abholen könnte, denn alleine wollten die mich nicht gehen lassen.
Keine Chance, der war so geschockt wo ich mich wieder rein mänovriert hätte, so das er auf legte.
Danach wuchs meine Angst das ich doch da bleiben müsste so sehr, also rief ich eine damalige Freundin an, die zwar auch nicht begeistert war, aber mich dennoch abholte. Ich war ihr sehr dankbar zu dem Zeitpunkt.
Vor der Ärztin versprach ich dann, das meine Freundin über Nacht da bleiben würde weil das war eben ihre zweite Bedingung gewesen.
Natürlich holte mich meine Freundin K. nur ab und brachte mich nach Hause.
Mehr wollte ich auch nicht, ich wollte nur noch nach Hause und nie wieder in diese Klinik.



Mit 19 verlor ich meine Ausbildungsstelle, war gerade in mitten meiner Handy Sucht, ging wegen Angst Zuständen nicht mehr außer Haus. Doch ich erzählte es niemanden. Bei meinen Eltern erzählte ich immer, das alles in Ordnung sei und ich demnächst meine erste Prüfung hätte.
Es wussten nur zwei Freunde über die Situation bei mir Bescheid.
Ich lebte nur noch Nachts, tagsüber schlief ich und am Wochenende war ich auf Tour.
Ich hielt alles geheim, wollte es alleine schaffen.
Doch davon war ich weit entfernt.

Da ich mit 19 auch einen weiteren nun Ex Freund kennen lernte, hatte ich jemanden der mich ein wenig unterstützte. Wir waren kurz darauf zwar getrennte Leute, aber dennoch war er weiterhin für mich da. In einer Nacht und Nebel Aktion, musste ich daheim ausziehen.
Raus aus meiner Stadt. Es ging 60 km weiter nach Del.
Ich zog zu ihm in den Keller. Da er noch daheim wohnte und oben in diesem Haus kein Platz war. Hatte er sein Reich in dem Keller aufgeschlagen.

Nach einem Monat wohnen bei ihm wurde ich von seinem Stiefvater sexuell missbraucht.
Ich hatte nur noch Angst, schloss nachts die Keller Tür ab und schob Panik Attacken, mein Ex meinte allerdings das ich selber Schuld sei, weil ich mich zu aufreizend anziehen würde, wenn wir auf Party gingen. Ich frage mich, was bei einem Rock der bis zu den Knien ging und einem ganz normalem Top ohne Bauch zu zeigen, aufreizend ist?! Ich mag vielleicht gut ausgesehen haben, aber Ihn berechtigt es nicht mich zu missbrauchen. Ein Mann muss sich zusammen reißen können. Seinen Schwanz unter Kontrolle halten, oder in diesem Fall seine Hände und seine Zunge.

Nach zwei Monaten zog ich dann bei ihm auch wieder aus um zu meinen nun vorletzten Ex (Dennis 21) zu ziehen.
Im Mai 2001, ging ich dann das zweite mal in eine Klinik. Diesmal speziell für Borderliner.
Diese Klinik hat mir sehr viel weiter geholfen, zum ersten mal bekam ich das Gefühl, nicht alleine dazu stehen. Das es anderen genauso ging wie mir.
Denn Borderline ist keine Krankheit, sondern nur eine Störung

Ich entwickelte Strategien, um mich nicht weiter zu verletzen.
Meine Selbstverletzung wurde zum ersten mal weniger, und nicht schlimmer.
In dieser Klinik war ich dann auch 3 Monate, ich zog jede Therapie durch, denn ich wollte Erfolge sehen.

Dennoch hasse ich mich, mein Leben und meinen Körper !!!!!
Ebenfalls denke ich jeden Tag an Selbstmord und das seit 10 Jahren.
Ich fühle mich Schuldig für das was in der Vergangenheit vorgefallen ist.

1 ½ Jahre war ich mit Dennis zusammen.
Davon wohnten wir 7 Monate zusammen, die restlichen Monate zog ich in eine Psychatrische Eingliederungshilfe.
1 Monat nachdem ich dort einzog, hatte ich einen weiteren Selbstmordversuch, ich lag 2 Tage in einem Zimmer wo ich rund um die Uhr herum beobachtet wurde, nebenbei hing ich am Tropf. Am 3 Tag kam ich für die restlichen Tage in ein ganz normales Zimmer mit 3 älteren Damen, die sehr nett und lustig waren. Manchmal half ich Ihnen auch bei Dingen die Sie nicht ausführen konnten.
Nach einer Woche stationären Aufenthalt in einem städtischen Krankenhaus, wurde ich überwiesen in das Krankenhaus wo ich schon im Sommer war. Nach einem Monat wurde ich dort aber wieder entlassen.
Ich hatte alle ausgetrickst das es angeblich nur ein Versehen war

Mitte 2002 ging ich das vierte und bis jetzt letzte mal in diese Klinik, sie half mir wieder ein großes Stück weiter mich kennen zulernen.
Das ich lerne mich zu akzeptieren.
Was ich aber nicht immer schaffe. Das wird wohl eher eine Lebensaufgabe sein.

Kurz nach dem Klinik Aufenthalt machte ich mit Dennis Schluss.
Begann ein Freiwilliges Soziales Jahr und beschloss erst mal Single zu bleiben.

Nach einem Monat arbeiten dort, kündigte ich und zog mich daheim wieder zurück. Ich kündigte weil die Verantwortung die ich dort anderen gegenüber übernehmen musste, mir zu groß und zuviel wurde. Ich sehe mich als die größte Versagerin der Welt an, ich kann einfach nix. Trau mich aber auch an nix heran.
Ich besitze keinen Führerschein und kein Auto.

Ach, ich vergas zu erwähnen, das ich ein Jahr lang keinen Kontakt zu meinen Eltern hatte, das war eine verdammt harte Zeit. Absolut keine Familie mehr zu haben.
Seit dem 14.09.2002 hat sich die Situation daheim wieder stabilisiert und der Kontakt ist einfach super.
Am 16.09.2002 kam ich mit Hartmut (34) zusammen, er weiß über alles Bescheid, und versucht mir zu helfen wo er kann.
Er versteht mich zwar nicht immer und verletzt mich auch mal mit irgendwas, aber zusammen werden wir das schon schaffen. Auf jeden fall ist es das beste was mir derzeit wieder fahren konnte, ich fühle mich sehr wohl bei ihm, und wäre glücklich wenn wir eines Tages Heiraten sollten.

Seit dem 17.11.2002 wohne ich auch bei ihm.

Ich nehme keine Tabletten, ich habe auf Bedarf etwas was ich nehmen kann, bevor ich mich wild verstümmele. Bevor es also zum schlimmsten kommt. Truxal. Ich lebe meine Spannung voll aus.
Was auch sehr hart ist.
Die Selbsthilfegruppe für Borderliner, zu der ich 5 Jahre lang ging, gibt es leider nicht mehr. Sie wurde aufgelöst, weil die Klinik unsere Therapeutin nicht mehr zahlen wollte.


Also, das war mal so grob erzählt wie meine Vergangenheit war.
Das ist nicht alles, es gibt also noch soviel mehr was ich schreiben hätte können, aber um einen Einblick in mein Leben zu bekommen, denke ich, reicht das erst mal aus.



Mittlerweile bin ich seit 7 Jahren mit meinem Mann zusammen und davon seit 1 1/2 Jahren verheiratet
Das ich jemals einen Mann heiraten würde, hätte ich mir nicht träumen lassen. Wer will schon jemanden wie mich haben ?!
Hatte ich immer gedacht.
Aber ich habe Glück, genauso wie viele andere von euch auch Glück haben werden, wenn Ihre zeit gekommen ist.
Ich liebe mich zwar nicht, aber dafür liebe ich meinen Mann doppelt soviel.
Das einzige zu unserem Glück ist noch ein Baby.
Und auch wenn ich nicht alle Tassen beisammen habe, so beschreibe ich mich gerne mal, so kann ich dennoch ein Kind erziehen. Dann hätte ich wenigstens eine vernünftige Aufgabe im Leben und könnte dem Kind soviel Liebe geben.
All das eben, was mir und meinem Mann in unserem Leben fehlte.
Unser Kind wird es auf jeden fall besser haben.
Definitiv.
Aber erstmal muss es soweit kommen..







bYe and Dark Greetz

© blutenderEngel

Stand : Februar 2005
[Aktualisiert : Januar 2010]




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